Musikunterricht in Selbstverantwortung der Schüler/innen


 

Skript des gleichnamigen Workshops auf dem Kongress „Praxis des Musikunterrichts“ für die Sekundarstufe I am 20.4.2018 in Wolfenbüttel

Wie funktioniert Lernen und speziell musikbezogenes Lernen? Ganz sicher nicht ohne den gegenseitigen Respekt vor der individuellen Bedeutung von, dem Wissen um und den Aktivitäten bezüglich Musik. Gerade die Lebensphase der Pubertät birgt viel Potential für eigene Wege hinsichtlich dem Lernen von Musik. Die vielfältigen Facetten eines Musikunterrichts in Schülerselbstverantwortung werden in der Veranstaltung aufgezeigt. Dabei geht es auch um Methoden, um Leistungsbewertung und um Inhalte des Musikunterrichts. Gleichzeitig wird an Beispielen aus der Praxis musiziert und gezeigt, zu welchen Arrangements und mehr ein solcher Unterricht führen kann.

Individuelle Bedeutung:

  • Zum Beispiel gute Geschichten (Videos: z.B. Ready for it oder Wunderfinder), Peer-Group-Stärkung, Machogefühle (Verbotenes, Verfemtes).
  • Aktivitäten:
  • Musically-App, Textübersetzungen, Tanz rausgucken (Beispiel: Ist da jemand).
  • Wissen: z.B. über Elektromusik (Beispiel-Stück: More than you know).

Inhalte:

  • Basieren auf durchgehender Kommunikation über die Musikrezeption und –interesse seitens der Schüler/innen. Auch Themen, nicht nur Musikpraxis. Energieträger spielen eine wichtige Rolle, da die Inhalte vereinbart werden.
  • Die erwünschte musikpraktische Umsetzung wird flankiert von notwendigem Wissen und Hilfsmaterial (Beispiel Instrumentalspieltechniken, chromatische Tonreihe und deren Spiel auf div. Instrumenten, rhythmische Patterns und deren Notation).
  • Außenansichten bringen Impulse vor allem durch außerschulische Angebote oder Lehrer-Vorträge.

Methoden:

  1. Bewusstes Hören, intuitives Mitspielen
  2. Vorbereitung ohne Instrumente (alle Stimmen!): breites Differenzierungsspektrum; Minimal- bis Maximalanforderung klären
  3. Orientierungshilfen, Lehrerdemo
  4. Freiwillige Instrumentenwahl, eigenständiges Üben
  5. Individuelle Würdigung des ergebnisses, Tipps zur Verbesserung
  6. Frontale Probe

Leistungsbewertung:

  • Transparenz der Zensierung (sehr gut: Hilfslehrer; sehr gut oder gut: Herausforderungen annehmen / befriedigend: entspannt mitmachen, Basisanforderung erfüllen / ausreichend: Nicht stören, Minimalanforderung erfüllen.)
  • Individuelle Leistungsnachweise nach gegebener binnendifferenzierter Aufgabe
  • Stundenprotokolle