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Die Bühnen


Die Bühne als Ort für den optimalen Leistungsnachweis

 

 

 

Es gibt für selbstinitiiertes Musizieren keinen besseren Leistungsnachweis als die Bühne. Leistung und Ertrag stehen hier in einem ausgeglichenen Verhältnis: ein Auftritt verlangt alles ab, doch der Beifall des Publikums belohnt die Anstrengungen.
Es gibt viele Lernziele, die bei Bühnenauftritten erfüllt werden:

    Für einen Bühnenauftritt müssen die Band, die AG, die Schulklasse oder der WPK (Wahlpflichtkurs) ein vorzeigbares Ergebnis erarbeiten.
  • Dafür müssen alle dieselbe Motivation mitbringen, den eigenen Part üben und beherrschen und in der Gruppe gut zusammenarbeiten.
  • Der Probenzeitplan muss stimmen, denn der Bühnenauftritt ist terminlich festgelegt.
  • Es muss um Publikum geworben werden, denn es geht ja darum öffentlich wahrgenommen zu werden.
  • Sind sie dann auf der Bühne, müssen sich die Schüler/innen dem Veranstalter, dem Bühnenausstatter und dem Mischer gegenüber anständig benehmen, den Anweisungen Folge leisten und beim Soundcheck parat sein. Als Belohnung erhalten sie professionellen Sound und eine gute Abmischung!
  • Auch der Zeitrahmen während des Auftritts darf weder unter- noch überschritten werden.
  • Auf- und Abbau müssen gemeinsam bewältigt werden. Das fällt besonders im Anschluss an den Auftritt schwer, denn dann ist "die Luft raus". Aber es nützt nichts: die Instrumente müssen von der Bühne abgebaut und ggf. in der eigenen Schule wieder aufgebaut werden. Erst dann ist ein Auftritt zu Ende.

Aus diesen Gründen ist der Bühnenauftritt ein zentrales Element des Konzeptes für das selbstbestimmte Lernen von Musik. Der Lehrkraft kommt dabei die Aufgabe zu, Bühnen zu organisieren, denn die jungen Leute haben keine Lobby. Sie können auch keine 2-Stunden-Programme vorweisen, sondern vielleicht 4 gut gespielte Stücke. Deswegen müssen für eine relevante Auftrittszeit mehrere Schülerensembles zusammengefasst werden. Wann und wo immer eine Bühne in Aussicht ist, sollte eine Bewerbung für den Auftritt für diese Ensembles verfasst werden. Dann muss nachgehakt werden, denn von alleine haben nur selten Veranstalter Lust auf junge Leute: obwohl sie wenig bzw. gar nichts kosten, bringen sie den Wirten kein Geld, denn hier geht es um Nachwuchsförderung und nicht ums Saufen. Sind die Schülergruppen jedoch ausdrucksstark und bringen sie ein gutes Publikum mit, sind Veranstalter oft positiv überrascht und öffnen sich der Nachwuchsförderung.